
Die Ursachen für Zahnverlust sind vielfältig (Karies, Parodontose, Sport, Spiel, Unfälle). Entstehende Zahnlücken – kleine oder große – sollten möglichst schnell geschlossen werden.
Was tun? Eine Brücke? Eine herausnehmbare Prothese? Oder ein Implantat?
Beim herkömmlichen Zahnersatz mit Hilfe von Brücken und Prothesen können gesunde Nachbarzähne und der Kieferknochen beeinträchtigt werden. Die Knochensubstanz bleibt nur erhalten, wenn sie natürlich belastet wird. Die geschieht über die Wurzel, mit der der Zahn im Knochen verankert ist. Sind kleinere Zahnlücken oder Einzelzahnlücken zu schließen, müssen häufiger gesunde Nachbarzähne beschliffen werden. Herausnehmbare Prothesen erfordern viel Geduld und Anpassung des Patienten. Die Kaufunktion ist oft eingeschränkter und die Aussprache gestört. Schon ein kräftiges Niesen kann Sie entstellen. Mit Implantaten können diese Probleme vermieden werden. Kein Wunder also, dass weltweit jährlich mehrere Millionen Implantate gesetzt werden –vom einzelnen Zahn bis hin zur Versorgung eines ganzen Kiefers. Obwohl kurzfristig finanziell aufwändiger, sind Implantate auf Dauer mit Sicherheit die vorteilhaftere Lösung als konventionelle prothetische Versorgungen.
Die moderne Zahnmedizin bietet also eine bewährte Alternative zum normalen Zahnersatz: Das fest verankerte Implantat!
1. Wie ist der Behandlungsablauf?
In einem kleinen, in der Regel schmerzlosen operativen Eingriff in örtlicher Betäubung wird ein Titanimplantat als künstliche Zahnwurzel sicher in den Kiefer eingepflanzt. Der Knochen stabilisiert das Implantat. Je nach individueller Situation ist das Implantat nach ca. 3–6 Monaten eingeheilt.
2. Wie lange hält ein Implantat?
Wie lange ein Implantat hält, hängt von Ihnen selbst ab. Prinzipiell sollte es Ihnen mitsorgfältiger Mundhygiene und gesunder Lebensführung ein ganzes Leben lang Freude und Lebensqualität bereiten.
3. Kann jeder ein Implantat bekommen?
Wenn Sie gesund sind und über ein entsprechendes Knochenangebot verfügen – prinzipiell ja. Voraussetzung ist immer eine ausreichend gute Mundhygiene. Es gibt natürlich auch Fälle, bei denen nicht implantiert werden kann. Dazu gehören Patienten mit bestimmten Knochen-, Herz-, Infektionskrankheiten, Alkoholkranke und sehr starke Raucher.
4. Welche Rolle spielt das Alter?
Zahnimplantate können nach Abschluss des Knochenwachstums in jeder Altersstufe eingesetzt werden. Selbst hohes Alter ist selten ein Grund, auf Implantate verzichten zu müssen.
5. Zu wenig Knochen, was dann?
Ist kein ausreichendes Knochenangebot vorhanden, gibt es die Möglichkeiten eigenen Knochen an bestimmten Stellen zu entnehmen und zum benötigten Ort zu verpflanzen oder –heute meistens der Fall- es wird ein Knochenersatzmaterial „aus dem Glas“ genommen und eingepflanzt.
6. Was kostet ein Implantat?
Die Kosten liegen je nach Verfahren und Aufwand zwischen ca. 500 € und 2000 € pro Implantat. Der Gesamtpreis hängt von der Anzahl sowie Art der späteren prothetischen Versorgung ab und folglich nicht zwangsläufig zu multiplizieren. Private Krankenversicherungen übernehmen entsprechend ihren Vertragsbedingungen die Kosten. Die gesetzlichen Versicherungen übernehmen geringe Anteile. Insgesamt sind Implantate eine kluge und langfristige Investition in Ihre Gesundheit und Lebensqualität. Die gesetzliche Krankenversicherung gibt einen Zuschuss zu einer Implantatversorgung.
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